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Grundriss Halberstadt Domplatz

Als nächstes schauten wir uns die Innenstadt von Halberstadt an. Dort gibt es mehrere Kirchen und Bauwerke, die sehr interessant sind. Darunter auch der Dom St. Stephanus.

Der evangelische Dom zu Halberstadt ist einer der wenigen großen Kirchenbauten des französischen Kathedralschemas in Deutschland. Er ist eine langgestreckte, dreischiffige, hoch- bis spätgotische Basilika über kreuzförmigem Grundriss. Südlich schließen sich die Klausurgebäude mit dem vierflügeligen Kreuzgang und der Neuenstädter Kapelle an. Die eindrucksvolle Doppelturmfront des Westbaues musste gegen Ende des 19. Jahrhunderts abgetragen und neuerrichtet werden. Der untere Teil mit dem frühgotischen Hauptportal ist jedoch noch weitgehend original. Im Dom kann auch noch der Domschatz besichtigt werden.

Faszinierend fanden wir auch die Martinikirche, eine Kirche im gotischen Baustil, deren ungleiche Türme uns sofort ins Auge fielen.  Das Westwerk mit den zwei unterschiedlich hohen Turmhelmen ist traditionell Eigentum der Stadt Halberstadt und dessen Wahrzeichen. Diese mächtige Doppelturmanlage wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbaut und diente als Wachttürme. Warum die Türme eine unterschiedliche Größe besitzen, ist unbekannt.

Unser Weg führte uns weiter zur Dompropstei. Sie wurde um 1600-1611 durch Bischof Heinrich Julius errichtet und war späterer Sitz des Domkapitels und der Halberstädter Regierung, danach städtisches Verwaltungsgebäude, Festsaal und Sitzungssaal. Daneben steht das imposante Postamt, das 1998-1900 errichtet wurde.  

Danach besichtigten wir die Liebfrauenkirche. Die äußerlich burgartige Liebfrauenkirche zu Halberstadt ist neben dem Dom und der Martinikirche eine der drei ausschließlich evangelischen Hauptkirchen Halberstadts. Sie ist die einzige viertürmige Basilika aus der Zeit der Romanik in Mittel- und Norddeutschland und Bestandteil der Straße der Romanik. 2005 feierte die Liebfrauenkirche ihren 1000. Geburtstag. Der Kreuzgang westlich der Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Liebfrauenkirche schließt den Domplatz zusammen mit dem Petershof im Westen ab. Ihr gegenüber im Osten steht der Dom St. Stephanus. Daneben wird der Domplatz von einem Ensemble von Bauten aus Renaissance, Barock, Klassizismus und Moderne umrahmt. Nach Norden und Westen mit hohen Mauern über der Unterstadt liegend und mit Mauern und Toren nach Süden und Osten von der Oberstadt abgetrennt, bildete der Domplatz mit seinem Dom, der Liebfrauenkirche und den anderen Gebäuden die ehemalige Domburg der Bischöfe von Halberstadt.

Eine der fünf Zugänge zum Domplatz ist die Peterstreppe. In den achtziger Jahren des 20.Jhdts war sie verfallen und 1991 wiedererrichtet worden. Über sie gelangten wir zu einer Reihe älterer, Fachwerkhäuser mit verschiedenfarbigen Frontanstrichen.

Einen schönen Abschluss am späteren Nachmittag  bot uns der Wildpark Christianental. Es erwartete uns auf 9 ha ein ganzjährig geöffneter, gepflegter und familienfreundlicher Heimattiergarten im stadtnahen Wandergebiet von Wernigerode. Der Schwerpunkt der 230 Tiere in 42 Arten liegt auf der heimischen Tierwelt, vor allem Greifvögel und Eulen. Aber auch Wildkatzen, Waschbären, Marder, Rot-, Dam- und Schwarzwild und noch viele weitere Tiere sahen wir dort. Im oberen Teil des Tals gab es noch eine Waldgaststätte, in der wir auch leckeren selbstgebackenen Kuchen essen konnten.

Einen ausführlichen Bericht und jede Menge Bilder dazu, findet ihr unter dem WP Christianental

 in der Rubrik Tierbilder.

An unserem vorletzten Urlaubstag besichtigten wir eine Ruine der besonderen Art, die Burg und Festung Regenstein. Sie stammt aus der Kreidezeit  und thront auf einer ca. 2,5km langen und bis zu 295m hohen Sandsteinformation, Regenstein genannt, in der Nähe der Stadt Blankenburg.

Der Name des Felsens gab und gibt Rätsel auf. So wurde z.B. die Bezeichnung „Regenstein“ von „raign“, dem gotischen Ausdruck für „hochragend“ abgeleitet. Andererseits bedeutet im Westgotischen das gleiche Wort „Rat“ oder „Ratschluss“. Auch andere Erklärungen des Namens sind in der Literatur zu finden.

Eine erste Nutzung des Berges als Burganlage geht bis in das 11. Jhdt  zurück. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche Funde von Scherben und Knochenbruchstücke sowie ein Bronzeschatz. Ein erster urkundlicher Hinweis zum Regenstein stammt aber erst aus dem Jahre 1167.  

Die Burg selbst war anfangs Sitz der Grafen von Blankenburg und Regenstein. Der bekannteste Vertreter dieser Grafen war zweifellos der Graf Albrecht II von Regenstein, der langjährige Fehden gegen den Bischof von Halberstadt und die Vormachtstellung im Harz führte. Die Niederlage, die er in diesen Kämpfen erlitt, brach etwa in der Mitte des 14. Jhdts die Macht seiner Dynastie. Der Verfall der Burg wurde damit eingeleitet und etwa 100 Jahre später wurde die Burg auf dem Regenstein bereits zur Ruine. Die Wirren des Dreißigjährigen Krieges führten zu Streitigkeiten um die Grafschaft Regenstein. Ansprüche auf deren Territorium erhob Braunschweig/Wolfsbüttel und Brandenburg. Ab 1670 bauten die Brandenburger (Preußen), die Soldaten auf dem Regenstein stationiert hatten, diesen zu einer Bergfestung aus. Unter dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm entstand so inmitten des Braunsteiner Gebietes eine preußische Exklave.
Nach der Befreiung von einer französischen Besatzung während des Siebenjährigen Krieges wurden die Festungsgebäude 1758 jedoch gezielt zerstört.  Es sollten sich dort keine weiteren feindlichen Truppen festsetzen können. Die damaligen Besitzverhältnisse überdauerten die Zeiten. So blieb der Felsen bis 1945 preußisch.

Die gesamte Anlage ist heute als Freilichtmuseum gestaltet. In einigen Felskasematten sind Funde aus der Burgen- und Festungszeit des Regensteins ausgestellt. Von den höher gelegenen Felsplattformen ist bei guter Sicht ein Rundblick von bis zu 50 km möglich. Als Besonderheit gilt die aus dem Sandstein herausgearbeitete Architektur der Burg- und Festungsanlage mit ihren heute noch erhaltenen 32 Felsräumen und Gräben, die größtenteils noch besichtigt werden können.
Der Regenstein beherbergt heute auch einen traditionellen Ritterlichen Adler- und Falkenhof und es findet jährlich ein Ritterturnier mit Ritterspielen statt.

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Besitzer bzw. Betreiber der

 Burg und Festung Regenstein.

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