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Ulrepforte

Anschließend besichtigten wir die Ulrepforte. Die Ulrepforte wurde im frühen 13. Jahrhundert errichtet und war mit vier Metern Weite das kleinste der landseitigen Stadttore. Da sich feldseitig keine Landstraße anschloss, wird das Tor vermutlich keine Bedeutung für den Verkehr gehabt haben. Die Pforte wird urkundlich das erste Mal 1245 erwähnt und  ist heute mit starken baulichen Veränderungen erhalten. Die Ulrepforte war als Doppelturmtor, einem mehrgeschossigen Mittelbau mit Durchfahrt, ausgeführt. Das Tor war von zwei halbkreisförmigen, stadtseitig offenen Halbtürmen flankiert. Die Halbtürme dienten sowohl der Stabilisierung der Mauer als auch militärischen Zwecken.

Um 1450 wurde das Tor verschlossen sowie die beiden Tore und der Turm zur „Kartäuser Windmühle“ umgebaut. Dazu wurde, erstmals 1446 erwähnt, ein Mühlenturm stadtseitig an den nördlichen Halbturm dran- und draufgesetzt. Der umgebende Mühlengang wird ähnlich wie bei der Gereonsmühle von acht Kreuzgewölben getragen. Dies erforderte auf der Feldseite eine noch heute gut erkennbare Erhöhung der Mauer um einen Meter. Dem Tor wurde, wahrscheinlich im 15. Jahrhundert, eine zweigeschossige rechteckige Caponniere im Graben vorgesetzt. 1841 ging die Karthäuser Mühle aus städtischem in Privatbesitz über. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die "Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V." die Ulrepforte gepachtet.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Sachsenturm. Der mittelalterliche Wachtturm wurde zwischen 1180 und 1215 errichtet. Nach Abbruch der Mauer in den 1880er Jahren blieb am Sachsenring ein Rest der mittelalterlichen Stadtmauer zwischen zwei Türmen erhalten. Der südliche Halbturm, der Sachsenturm,  wurde 1969 bis 1970 nach Plänen von Karl Band ausgebaut und in den 1980er Jahren umfangreich saniert. Er ist heute Stammsitz der Karnevalsgesellschaft der Blauen Funken, einem der Kölner Traditionscorps, mit 137-jähriger Geschichte.

Die Severinstorburg ist eine weitere der erhalten gebliebenen Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer von Köln.  Etwa in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde das Severinstor als schwere Turmtorburg mit sechseckigem Turmaufbau, vierstöckig über der Grundmauer (rechteckiger Sockel mit Tordurchgang) errichtet. Über dem Portal existierte um den Hauptturm als Abschluss des Sockelbaus eine dreiseitig mit einer Zinnenmauer abgeschlossene Kampfplattform, die ein Überzimmer trug. Später wurde diese Plattform seitlich entfernt und feldseitig durch zwei kleine, zweistöckige Flankentürmen (Eckwarten) ersetzt, ursprünglich mit Zinnen, seit dem 17. Jahrhundert mit aufgesetzten Kegelhelmen versehen.

Die Severinstorburg war eines der Repräsentationstore Kölns während des Mittelalters. Hochgestellte Adlige, Prinzen, Prinzessinnen und Könige wurden dort mit Reitturnieren und Minnespielen adäquat empfangen und gefeiert. Um das 15. Jahrhundert herum wurden zusätzlich noch Geschützkammern zugefügt, später erfolgte eine zeitweise Verkleinerung der Torpassage.

Nach der Schleifung der Stadtmauern 1881 beherbergte das Tor ein Naturkundemuseum, später ein Hygienemuseum. In der Zeit des Nationalsozialismus beheimatete der Turm die Kölner Hitlerjugend. 1979 wurde es zu einem Bürgerzentrum umgebaut, in dem man Räume anmieten kann.  Bei Erdarbeiten für die Nord-Süd-Strecke der U-Bahn wurden im Juli 2005 die Grundmauern des „Bollwerks“ vor der Severins-Torburg gefunden. Diese Festungsanlage, in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet und eine der modernsten ihrer Zeit, erhielt später den Namen „Bastion II St. Severin“.

 

 

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