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Erdmannshöhle in Hasel

Eigentlich wollten wir am zweiten Tag eine Wanderung in die Wutachschlucht machen, doch als wir morgens aus dem Fenster blickten, sahen wir in erster Linie einen grauen Himmel und Regen, viel Regen... Also beschlossen wir als Schlechtwetterprogramm zur Erdmannshöhle in Hasel zu fahren.

Auf dem Weg dorthin kamen wir durch St. Blasien, einem Kneipp-Kurort, der neben einem Dom mit einer Kirchenkuppel, die zu den größten in Europa zählt, auch einen Wasserfall in kurzer Entfernung vom Ortskern haben soll. Da es gerade etwas besseres Wetter war, beschlossen wir, uns den dortigen „Windbergwasserfall“ anzuschauen. Den Dom konnten wir schon von weitem sehen, aber da die Stadt St. Blasien anscheinend so stolz auf ihren Wasserfall ist, dass es für sie nicht einmal lohnt, irgendwo ein aussagekräftiges Hinweisschild anzubringen, und es mittlerweile auch wieder kräftiger zu regnen anfing, mussten wir nach einer halben Stunde verzweifelten Suchens den Wasserfall bleiben lassen, denn wir konnten ihn absolut nicht finden.

Auf unserem weiteren Weg Richtung Hasel kamen wir dann noch durch die Stadt „Wehr“, in der angeblich die Burgruine „Burg Bärenfels“, auch „Steinegg“ genannt, zu finden ist. Angeblich! Wie so oft konnten wir natürlich wieder einmal kein Hinweisschild finden, geschweige denn die Burgruine selbst. Dafür entdeckten wir aber eine andere Ruine, nämlich die Burgruine Werrach, auch „Schlössle“ oder „Wehr“ genannt, die wir dann auch gleich besichtigten. Verwirrend fanden wir im Nachhinein aber, dass je nachdem welche Literatur man zu rate zieht, es sich bei den Burgennamen entweder um zwei verschiedene Ruinen oder um ein und dieselbe Ruine handelt. Was nun wirklich stimmt? Es wird für uns ein ungeklärtes Rätsel bleiben....

...oder doch nicht? Dank eines sehr netten Mitarbeiters der Gemeinde Hasel wissen wir nun, dass Zitat:

Die Ruine Bärenfels bei Wehr außerhalb von Wehr liegt und für ungeübte Wanderer nur sehr mühsam zu erreichen ist, und auch nur wenn man weiß, wie man hinkommt. In Wehr selbst findet man keine Wegweisung. Der Bergfried der Ruine thront schon aus einer Entfernung von mehreren Kilometern sichtbar auf einem Bergvorsprung. Der Weg dorthin lohnt sich aber schon alleine wegen der Aussicht. Bei gutem Wetter besteht (Fernglas-)Sichtverbindung mit der Burg Rötteln in Lörrach, und auch unser Hasel kann in voller Größe „bewundert“ werden.

Vielen Dank für diese sehr hilfreiche Information!

Danach ging es aber doch endlich zu unserem eigentlichen Ziel, der Erdmannshöhle“ in Hasel, einer der ältesten Tropfsteinhöhlen in Deutschland. Die bis heute vermessene Gesamtlänge der Höhle beträgt über 2185 Meter und davon können ungefähr 360 Meter besichtigt werden.

 Der Name der Höhle rührt von einer Sage her, nach der früher Erdmännchen (Zwerge) in der Höhle gewohnt haben sollen. Uns wurden während der Besichtigung auch solche Erdmännchen gezeigt, leider ging der Scherz nach hinten los, denn keiner konnte über die versteckten Plastikfiguren so richtig lachen. Doch die restliche Höhle war wirklich interessant. Der Besichtigungspfad führte uns durch sehr niedrige und auch sehr enge Gänge und endete in der größten und prächtigsten Halle, dem so genannten „Rittersaal“. Auf dem Weg dorthin gelangten wir an sehr alten und sehr großen Tropfsteinen vorbei. Einer von ihnen wurde lange Zeit als Deutschlands ältester und größter betrachtet und stand auch im Guinnessbuch der Rekorde, inzwischen wurden jedoch größere in anderen Höhlen entdeckt. Mit einem Alter von etwa 135.000 Jahren ist der inzwischen auf über vier Meter Höhe und am Fuße über zwei Meter Dicke angewachsene „Stalagnat“ aber wirklich bemerkenswert. Außerdem bekamen wir neben einem Höhlenfluss noch sehr lustige Tropfsteingebilde zu sehen, die je nach ihrem Aussehen und ihrer Form solch passende Namen wie „Adam und Eva“, „Sarkophag“ oder „Hairachen“ bekamen.

Durch ein Plakat im Eingangsbereich der Höhle wurden wir auf unser nächstes Ausflugsziel aufmerksam – die Burg Rötteln“ bei Lörrach, einer ziemlich großen und beeindruckenden Burgruine.

Die Festung war eine der mächtigsten im Südwesten und ist heute die drittgrößte Burgruine Badens. Die Burg spielte in der Geschichte Lörrachs eine bedeutende Rolle und gilt der Stadt, aber auch dem Umland Lörrachs, als ein wichtiges Wahrzeichen.

Die teilsanierte Ruine „Burg Rötteln“ thront weithin sichtbar auf einer bewaldeten Höhe (422 Meter ü. N.N.). Die Höhenburg liegt auf einem Bergsporn eines steil abfallenden Osthangs im vorderen Wiesental.

Die Anlage dehnt sich von Nordwesten in südwestliche Richtung knapp 300 Meter weit aus. Dabei teilt sich die weitläufige Burg grob in die Vorburg und die Oberburg (Kernburg) auf. Nach Westen erstreckt sich eine bastionsartige Spitze, ein für leichtes Geschütz erbauter Turmstumpf. Mittels einer Zugbrücke gelangten wir von der Vorburg zur Oberburg. Die Oberburg mit dem mächtigen Bergfried ist der älteste Teil der Burg. Vom staufischen Bergfried „Grüner Turm“ in der Oberburg hatten wir dann noch einen ausgezeichneten Rundblick auf Lörrach, das Wiesental und zu einigen Schweizer Berggipfeln.

Die Ruine ist ganzjährig geöffnet und wir konnten sie mit Zuhilfenahme eines Planes, den wir an der Kasse ausgehändigt bekamen, sehr leicht selbständig besichtigen. Es gibt aber auch Führungen, die nach vorheriger Absprache möglich sind. Heute befindet sich neben einem kleinen Museum, in dem wir Fundstücke aus der Röttler Burg besichtigen konnten, auch eine Burgschänke in der Festungsanlage. Seit 1968 finden dort auch alljährlich im Sommer die Röttler Burgfestspiele statt.

 

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