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Schloss zu Harzgerode - Wappen im Innenhof

Eigentlich wollten wir am dritten Tag eine Wanderung durch das Bodetal unternehmen, doch als wir morgens aus dem Fenster blickten, sahen wir in erster Linie einen grauen Himmel und Regen...  Also beschlossen wir die Wanderung zu verschieben und als Schlechtwetterprogramm ersatzweise einen Schloss und Höhlentag einzulegen.

Als erstes Ziel wählten wir das Schloss in Harzgerode.  Die Gründung des Schlosses begann im 14. Jahrhundert mit der Beanspruchung des Ortes Harzgerode durch die Fürsten von Anhalt. Die Fürsten ließen neben einer Burg auch eine Stadtmauer errichten. Der Ort wurde zum Markt und 1338 zur Stadt erhoben. Das Schloss zu Harzgerode wurde 1384 zum ersten Mal erwähnt und ab Ende des 14. Jhdts wurden die Stadt und das Schloss mehrfach verpfändet. Meist waren die Grafen von Stolberg die Herren über Harzgerode.  Nach fast 40-jähriger Verpfändung kam 1535 Harzgerode wieder unter die Herrschaft der Fürsten von Anhalt und wurde Verwaltungszentrum der anhaltinischen Harzbesitzungen. Zwischen 1549 und 1552 ließen sie das Schloss von Grund auf um- bzw. neu erbauen. Das Schloss um 1550 war dann ein dreigeschossiger Renaissancebau mit Treppenturm, überdachtem Wehrgang und Rundturm. Den restaurierten Ostflügel erreichte man über den Treppenturm. Von 1635 bis 1709 war das Schloss Harzgerode dann Residenz der Fürsten von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

Heute dient es als Museum, das verschiedene Ausstellungen der Regionalgeschichte beherbergt. Besonders hervorzuheben sind der Festsaal mit dem aus 18 einheimischen Holzarten gefertigten Parkettfußboden und das Kaminzimmer mit wechselnden Ausstellungen wie bei unserem Besuch beispielsweise die Ausstellung „Harzgerode und sein Handwerk“ zusammengestellt von den Mitgliedern des Kultur und Heimatvereins. Von dort aus gelangten wir zum benachbarten Turmzimmer mit originalem Wandschrank aus dem 16. Jhdt.  In diesem Turmzimmer war gerade eine Holzausstellung zu besichtigen. Ebenfalls interessant war der Wehrgang im Westflügel. Dieser beherbergte eine Dauerausstellung der Eisenhütte Mägdesprung aus der Sammlung CARL HORN Mägdesprung. Rund 50 Kunstgussobjekte verdeutlichten dabei die künstlerische und gusstechnische Qualität eines Produktionsabschnittes in der Eisenhütte unterm Mägdesprung, gegründet 1646. Zu guter Letzt durften wir noch die Heimatstube besichtigen. Sie zeigte Sachzeugen der Geschichte, Kultur und Lebensweise der Stadt und wurde von den Natur- und Heimatfreunden eingerichtet. Die Ausstellungsstücke waren Leihgaben der Einwohner von Harzgerode und den Ortsteilen Alexisbad, Mägdesprung und Silberhütte.

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Bürgermeisters von Harzgerode.

Durch die nette Museumsmitarbeiterin bekamen wir dann noch einen Geheimtipp, denn nur wenige Schritte vom Schloss entfernt befindet sich ein sehenswerter Marktplatz mit einem schönen Rathaus und der Kirche St. Marien, die für Besichtigungen offensteht. Eigentlich war zu unserer Besuchszeit die Besteigung des Glockenturms nicht erlaubt, da in ihm gerade die Türmerwohnung ehrenamtlich restauriert und zu einem Museum umgebaut wurde. Aber wir bekamen dann spontan doch noch eine sehr interessante Sonderführung. Dafür noch einmal recht herzlichen Dank!

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung der ev. Kirche St. Marien in Harzgerode.

Unser nächstes Ziel an diesem Tag führte uns ins Kyffhäusergebirge zur Burgruine Rothenburg mit integriertem Bismarckturm. Die Burgruine Rothenburg befindet sich auf einem steilen Bergvorsprung am Nordrand des Kyffhäusergebirges. Man erreicht sie über die B85 zwischen den Ortschaften Kelbra und Bad Frankenhausen. Der nicht beschilderte Abzweig zur Ruine  befindet sich kurz nach Kelbra  ziemlich versteckt zwischen Bäumen (nahe bei einer großen Kreuzung) in einer scharfen Kurve zum Tal hin (weit und breit der einzige schmale Abzweig). Die eindrucksvollen Mauerreste der Burgruine sind vom Gebiet der Goldenen Aue schon von weitem gut erkennbar. Bis in unsere Tage enthalten sind u.a. Teile des Palas, der Burgkapelle und des Bergfrieds.

Die Rothenburg wurde im Jahre 1103 erstmals urkundlich erwähnt. Als Baumaterial für die imposante Festungsanlage diente roter Sandstein. Diesem verdankte die Rothenburg vermutlich auch ihren Namen. Die einstigen Bauherren, die Rothenburger Grafen, starben um das Jahr 1200 aus. Neue Burgherren wurden die Grafen von Beichlingen. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg letztmals restauriert und erweitert und bis zum Ende des 16. Jahrhunderts wechselte die Burg noch mehrmals die Besitzer. Nach dem Tod des letzten Grafen im Jahre 1576 begann der Verfall der Rothenburg. Ihr Dornröschenschlaf dauerte mehrere hundert Jahre, bis zur Zeit der Romantik wieder das Interesse an dem alten Gemäuer erwachte.

Im Jahre 1906 wurde vom Verband der Vereine Deutscher Studenten, auch Kyffhäuserverband genannt, im Nordteil der Burg der markante Bismarckturm errichtet.

Weitere Bilder zum Bismarckturm könnt ihr euch gerne in der Rubrik Reisen und Ausflüge unter

Türme und Denkmäler anschauen.

In direkter Nachbarschaft der alten Rothenburgruine wurde ebenfalls ein neuer Gebäudekomplex errichtet, der im 2.Weltkrieg von der SS und zu DDR-Zeiten von der Nationalen Volksarmee / dem Ministerium für Staatssicherheit  als Erholungsheim genutzt wurde. Nach der Wende wurde dieser Bereich durch Vandalismus stark beschädigt und stört nun den Gesamteindruck der Rothenburg erheblich.

In den 1990er Jahren wurden abermals Sicherungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt. Heute befindet sich die Burgruine Rothenburg in Privatbesitz und das Areal verfällt zunehmend.

 

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