Startseite
Reisen und Ausflüge
Türme und Denkmäler
MeckPomm 2019
Frankreich 2019
Reisebericht
Bilder Teil 1
Bilder Teil 2
Bilder Teil 3
Bilder Teil 4
Bilder Teil 5
Bilder Teil 6
Bilder Teil 7
Bilder Teil 8
Bilder Teil 9
Bilder Teil 10
Bilder Teil 11
Bilder Teil 12
Vorpommern-Rügen2018
Zillertal/Tirol 2018
MeckPomm 2017
Golf v. Neapel 2016
Gardasee 2016
Einbeck 2016
Fulda 2016
Süd - Kroatien 2015
Madeira 2015
Silberbachtal 2015
Erfurt 2015
Bremen 2015
Ostfriesland '14/'04
Kappadokien 2014
Lkrs Bad Kissingen
Schottland 2014
Lüneburg 2014
Essen 2014
Oberlauf der Weser
Schleswig-Holstein
Prag 2013
Teneriffa 2013
Nieheimer Kunstpfad
Furlbachtal 2013
Kreis Cuxhaven 2012
Nürnberg /Fürth 2012
Korsika 2012 u.1992
Thüringen 2011
Österreich 2011
AFM Oerlinghausen
Hamburg 2006 u. 2010
Eifel/Luxemburg 2010
Patensteig Extertal
Schloss Bevern 2010
Burg Polle 2009/10
Leipzig 2009
Köln 2009
Detmold 2009
Externsteine 2008/09
Schwalenberg 2009
München 2009
Harz 2009
Speyer 2009
Südschwarzwald 2008
Hessisch Oldendorf
Dt. Bergbau - Museum
Bremerhaven 2008
Hohenbaden/Battert08
Sachsen 2008
Sinsheim 2008
Holland 2007
Möhnesee 2006
Lübeck 2000 und 2001
Ostsee Bujendorf2000
Ostsee Lütjenburg 99
Australien 1997
Ägypten 1996
Venezuela 1995
Kenia 1994
Tierbilder
Naturbilder
Automobile
Was ist neu?
Über uns
Datenschutz
Impressum
Sitemap
Quelle des Lison (Source du Lison)

Am nächsten Tag befassten wir uns zuerst mit einigen für das Landschaftsbild der Bourgogne-Franche-Comté prägnanten Flüssen wie z.B. dem Fluss Lison und der Loue. Bei unseren Recherchen erfuhren wir, dass vor allem die Quellen dieser beiden Flüsse sehr sehenswert und einen Besuch wert wären.

 

So machten wir uns zuerst auf zu der Quelle des Lison (Source du Lison). Der Fluss Lison entspringt im Gemeindegebiet von Nans-sous-Sainte-Anne einer ergiebigen Karstquelle und mündet bei Châtillon-sur-Lison in die Loue (Quelle: Wikipedia).  

 

Unter Karst versteht man in der Geologie und Geomorphologie unterirdische Geländeformen (Karsthöhlen) und oberirdische Geländeformen (Oberflächenkarst) in Karbonatgesteinen (auch in Sulfat-, Salzgesteinen und Sandsteinen/Quarziten), die vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung sowie Ausfällung von biogenen Kalksteinen und ähnlichen Sedimenten mit hohen Gehalten an Kalziumkarbonat (CaCO3) entstanden sind.

 

Zum Teil sind besonders große (oder alte) Karstquellen das Ende eines Höhlensystems, an dem ein Höhlenfluss die Erdoberfläche erreicht. So ist es häufig möglich, an der Karstquelle dieses Höhlensystem zu betreten und zu erforschen. Es gibt auch Austrittsstellen von Höhlen (Wasserhöhlen), die noch vollständig, oder jedenfalls bei hohen Niederschlagsmengen, vom Wasser erfüllt sind (Textquellen: Wikipedia).

 

Die Karstquelle des Lison kann besichtigt werden. Bereits am dazugehörigen Parkplatz konnten wir uns ganz in Ruhe anhand einer schön gestalteten, bildreichen Tafel informieren, welche Teile des Gebieten rund um die Quelle wir uns anschauen wollten und welche Distanzen wir bis dorthin zu Fuß zurücklegen müssten. 

 

Zur Auswahl standen neben der „Grotte du Lison“ mit der eigentlichen Quelle auch der Kessel „Creux Billard“ mit einer weiteren Grotte und die „Grotte Sarazine“. Alle drei Orte waren im Umkreis von max. 600m vom Parkplatz aus zu erreichen. Daneben war auf dem Bild noch eine Brücke, die „Pont du Diable“, in etwa 6km Entfernung eingezeichnet.

 

Zuerst besichtigten wir die Source du Lison (dt. Quelle des Lison). Das ist, wie bereits beschrieben, eine starke Karstquelle, die im Mittel 5.350 l/s und auch bei Trockenheit noch nahezu 600 l/s Wasser schüttet. Das Quellwasser strömt aus einem riesigen Höhlenportal unterhalb einer Felswand und stürzt danach einen Wasserfall herab.

 

 

Die Grotte bzw. das Höhlenportal ist über teils ziemlich rutschigen, aber trotzdem gut gesicherten, Wegen zugänglich und kann besichtigt werden. Wir hatten eine tolle Aussicht auf den Wasserfall und in die dazugehörige Höhle. Ein eindrucksvolles und durchaus auch feuchtes Erlebnis.

 

 

Danach folgten wir der Beschilderung Richtung „Gouffre du Creux Billard“ (wörtlich übersetzt: Abgrund der Höhle Billard) mit einer weiteren Grotte. Hier standen wir auf einem Podest oberhalb eines natürlich entstandenen Talkessels aus Felsgestein und Wasserpflanzen bzw. Moos,  in den ein weiterer Wasserfall aus einer Felswand gegenüber hineinplätscherte. Leider war wegen der großen Trockenheit nur ein kleines Rinnsal zu erkennen. Aber insgesamt hatte dieser eher abgelegene und daher sehr stille Ort etwas Mystisches an sich und war auf alle Fälle einen Besuch wert.

 

 

Beim letzten Abstecher folgten wir dem Hinweisschild zur „Grotte Sarazine“. Diese lag vom Parkplatz aus in die entgegengesetzte Richtung und war über einen kurzen, gut ausgebauten Fußweg - zuerst über eine Brücke und danach dem Pfad immer weiter folgend - leicht zu erreichen.  

 

Die Sarrazine-Höhle ist vor allem bei trockenem Wetter beeindruckend, wenn der niedrige Quellaustritt ihre Höhe (90 m) und das Ausmaß ihrer riesigen, natürlichen Öffnung in einer steilen, bewaldeten Felswand erahnen lassen. Bei Regen ist der Quellaustritt, der überdies von einem unterirdisch verlaufenden Abzweig des Lison gespeist wird, so hoch, dass der Höhlengrund nicht zugänglich ist. Die Erkundung der eigentlichen Höhle ist ohnehin erfahrenen Speläologen vorbehalten

(Textquelle: https://www.viamichelin.de)

 

 

Der kurze Spaziergang zu dieser gigantischen Grotte hat sich wirklich gelohnt. Wir waren von den Ausmaßen der Felswände rings um uns herum wirklich beeindruckt.

 

Auf dem Weg zur weiteren aufgeführten Sehenswürdigkeit, der Brücke „Pont du Diable“ (zu dt. „Teufelsbrücke)“, die wir bereits als allererstes zufällig entdeckt und besichtigt hatten konnten wir noch einmal von weitem einen Blick auf die „Grotte Sarazine“ und ihrer gewaltigen Ausmaße werfen.

 

Die „Pont du Diable“ ist eine Steinbrücke, die von 1875 bis 1880 erbaut wurde und über die Schlucht des Petit Lison führt. Die „Pont du Diable“ ist Gegenstand einer Legende, die auf einem Schild zu lesen ist und in Kurzfassung etwa so lautet: Um diese Brücke, die jede Nacht einstürzte, zu festigen, verkaufte der Unternehmer „Babet“ seine Seele und die des ersten Passanten an den Teufel.

 

Wir überquerten die Brücke zu Fuß und hatten von dort oben aus eine tolle Aussicht in den schmalen Taleinschnitt des „Petit Lison“. Von unten konnten wir uns die alte Brücke leider nicht ansehen.

 

Nachdem wir von diesen wirklich sehenswerten Plätzen rund um die Quelle des Lison so begeistert waren, beschlossen wir nun auch noch die zweite bekannte Quelle, die „Source de la Loue“ zu besichtigen.

 

Die „Source de la Loue“ (zu dt. Quelle der Loue) ist die stärkste Karstquelle des Jura. Sie liegt nördlich von Ouhans und schüttet im Mittel 6.890 l/s. Die der Quelle entströmenden Wassermassen haben eine mächtige, senkrechte Kerbe in die umgebenden Kalksteinschichten geschnitten. Das einer riesigen Höhle im Felsen entspringende Quellwasser stammt unter anderem vom oberen Doubs, der bei Pontarlier teilweise versickert. Dieses Phänomen wurde entdeckt, als 1901 eine Absinth-Destillerie in Pontarlier in Brand geriet und größere Mengen Absinth in den Fluss strömten. Einige Tage später roch das Wasser der Loue stark nach Anis. Spätere Färbungsversuche bestätigten diese Beobachtung (Textquelle: Wikipedia).

 

Als wir dort ankamen, strömten uns bereits vom gut gefüllten Parkplatz aus Massen an Touristen entgegen. Hier war richtig etwas los – und das nicht nur im positiven Sinne. Die komplette Landschaft rund um die Quelle war extrem touristisch aufbereitet – ganz im Gegensatz zur vorherigen Quelle, die absolut verlassen und ruhig im „Grünen“ lag.

 

Nun befanden wir uns inmitten von Souvenirläden und Sonnenschirmen.

Der breit betonierte Fußweg zur Quelle war nicht angenehm zu gehen und hatte  absolut nichts „natürliches“ mehr an sich. Der Wasserfall aus der Grotte konnte nur von weitem betrachtet werden – eine Besichtigung war nicht möglich, da die eigentliche Grotte nicht zugängig war.

 

Wir fühlten uns bei dieser Sehenswürdigkeit absolut nicht wohl und waren auch nicht gewillt, uns dort länger als nötig aufzuhalten. Daher unser Fazit: wer sich nur eine der großen Karstquellen ansehen möchte oder zeitlich ansehen kann, dem empfehlen wir definitiv die „Source du Lison“!  

 

 

 

ZurückWeiter


Private Homepage | Kontakt: thomasundstefanie(at)mit-kamera-unterwegs.de