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Tafelberg in der Gran Sabana

Am nächsten Morgen ging es von Puerto Ordaz mit dem Flugzeug tiefer ins Inland, Richtung Canaima. Aber nicht mit irgendeinem Flieger, sondern mit einer DC-3, die vor gut einem halben Jahrhundert ihren Jungfernflug absolviert hatte! Aber auch dies war ein besonderes Erlebnis, zumal mich der Funker während des Fluges auf seinen Platz ließ damit ich besser fotografieren und filmen konnte. Wir überflogen zunächst Canaima, um weiter Kurs auf die Tepuis, die Tafelberge, zu nehmen. Diese erheben sich mehrere hundert Meter senkrecht aus der Ebene und wir kamen mit unserer Maschine relativ nah an die Felswände heran. Dabei machten die starken Aufwinde dem Flieger mächtig zu schaffen, so dass der Pilot alle Hände voll zu tun hatte, wenigstens einigermaßen gerade zu fliegen. Oft werden diese Flüge mit kleinen Sportmaschinen durchgeführt, die dann noch näher an die Felsen gelangen. Wie uns unser Reiseleiter aber mitteilte, stürzen von diesen kleinen Maschinen auch regelmäßig welche ab und werden teilweise erst nach sehr langer Suche in dem undurchdringlichen Regenwald gefunden. Imposant war auch der Anblick des Salto Angel (Angel Falls), des mit rund 1000m höchsten Wasserfalls der Welt. Auch wenn leider wenig Wasser herabstürzte (die Regenzeit lag schon etwas zurück), war es ein besonderer Anblick, wie sich das Wasser über die Kante ergoss, um unten nur noch als Gischt anzukommen. Nach der Landung in Canaima standen zwei Ausflüge zur Auswahl. Eine Dschungelwanderung zu einer vor 35 Jahren abgestürzten DC-3 oder eine Wanderung durch tropische Landschaften und einer Schlucht zu einem Wasserfall mit Bademöglichkeit. In Anbetracht dessen, dass auf dem Rollfeld ebenfalls eine DC-3 für unseren Rückflug stand, entschieden wir uns dann für den Wasserfall. Wir wurden auch nicht enttäuscht. Entlang eines größeren Bachlaufes mit einigen Bademöglichkeiten, ging es auf zum Teil beschwerlichen Wegen durch eine immer enger werdende Schlucht. Das letzte Stück mussten wir uns schwimmend an einem dort gespannten Tau durch das Wasser ziehen, um dann am Ende in einem Felsendom zu stehen, an dessen Ende ein Wasserfall herabstürzte. Wieder zurück am Flugfeld stiegen wir in unsere wartende DC-3, die uns nach einem Tiefflug über die Bucht von Canaima und einem Überflug des Guri-Stausees, wieder sicher zurück nach Puerto Ordaz brachte.

Von dort aus führte die Reise dann nicht mehr mit dem Kleinbus, sondern mit einem mehr oder minder geländegängigen Van und einem Jeep weiter. Wir kamen zum Glück im Jeep unter. Der Van hatte doch immer wieder Schwierigkeiten mit den unbefestigten Pisten und kam nur langsam voran, während der Jeep die Strecke problemlos bewältigte. In der gesparten Zeit machte der Fahrer dann den ein oder anderen extra Abstecher, so dass wir etwas mehr als die anderen zu sehen bekamen. Zunächst durch dichten Regenwald, ging es dann weiter in die Gran Sabana, der großen Ebene Venezuelas. In Kavanayen besuchten wir eine Missionsstation und Dank der guten Beziehungen unseres Fahrers, durften wir in Las Claritas Goldschürfern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Normalerweise lassen sie dieses nicht zu, geschweige denn, dass man auch noch Fotos macht.

Das Camp Chivaton bildete dann den Ausgangspunkt für die Exkursionen der nächsten zwei Tage. Alles, was wir brauchten, hatten wir selbst mitgebracht, denn dieses Camp liegt einsam und verlassen in der Wildnis. Strom gab es jeweils nur abends für gut eine Stunde (wenn der Generator solange lief…) und das Wasser kam aus einer eiskalten Quelle -- auch für die Dusche, was die Erklärung dafür war, dass am nächsten Morgen trotz früher Stunde alle hellwach waren! Nach einer Fahrt durch die beeindruckende Umgebung ging es weiter mit einem Einbaum flussabwärts zu dem ca. 100m hohen Wasserfall Chinak Meru. Kurz vor unserer Abreise nach Venezuela hatte ein Boot die „Bremse“ nicht geschafft, aber darüber dachten wir dann lieber nicht so genau nach. Außerdem besuchten wir in der Gran Sabana noch den Kama- und den Yurnami-Wasserfall, genossen ein ausgiebiges Bad in einer einsamen Flussoase und fuhren zum Quebrade de Jaspe, dessen gesamtes Flussbett aus dem Halbedelstein Jaspis besteht. Mitten im tiefgrünen, dichten Wald ein leuchtend roter Fluss! Nach einer weiteren Übernachtung unterwegs, in einem Camp, ging es in einem Rutsch über 700km auf zum großen Teil unbefestigten Wegen nach Ciudad Guayana. Von dort flogen wir mit einem Learjet nach Porlamar. Die Landung in Porlamar war auch wieder eines dieser besonderen Flugerlebnisse. Die Landebahn dort besitzt keine „Ausfahrten“, so dass jedes Flugzeug am Anfang der Landebahn aufsetzt und bis zum Ende durchrollt. Doch was heißt hier „durchrollen“? Da hinter uns ein Jumbo im Landeanflug war, schoss unsere Maschine einen Großteil der Landebahn ungebremst entlang, bevor der Pilot am Ende richtig in die Eisen ging! Wir wussten aber weder von der Besonderheit dieser Landebahn noch von dem Jumbo. Das wurde uns erst hinterher verraten!

Wieder im Hotel Festival Bahia angelangt, erfuhren wir, dass das Hotel überbucht war. Kein Zimmer mehr frei! Na klasse! Aber nach anfänglichem Ärger wurde dieser Umstand zu einem Vorteil für uns: statt eines kleinen Zimmers, bekamen alle aus unserer Reisegruppe nun Appartements in der angeschlossenen Bungalowanlage. Platz ohne Ende, eigener Pool, eigene Poolbar zum Preis eines normalen Hotelzimmers. Das ließ man sich gefallen! Die verbliebenen anderthalb Wochen hingen wir jedoch nicht einfach nur faul rum, sondern machten auch noch zwei sehr schöne Tagesausflüge. Der eine führte uns mit Käpt’n Claude, auf seiner kleinen Segelyacht, zu einer kleinen Insel wo wir ungestört in einer kleinen Bucht schwimmen und schnorcheln konnten. Am Abend gab es noch einen erstklassigen Sonnenuntergang, den wir im Hafen vom Boot aus bestaunten. Der zweite Tagesausflug ging ebenfalls aufs Wasser. Mit dem alten Piratenschiff La Bicha ging es zur Sandinsel Coche. Nichts als feiner, weißer Sand und endloses Meer rundherum. Dies war dann auch der letzte Tag in der Karibik, bevor es am nächsten Morgen wieder zurück ins kalte und verregnete Deutschland ging.

 

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Private Homepage | Kontakt: thomasundstefanie(at)mit-kamera-unterwegs.de