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Ausschnitt aus den Triberger Wasserfällen

Unser zweites Ziel an diesem Tag waren die Wasserfälle in Triberg im mittleren Schwarzwald, die mit ihren insgesamt 163 Metern Fallhöhe die höchsten und bekanntesten Wasserfälle in Deutschland sind.

Das Wasser der Gutach sammelt sich dabei in den Hochtälern des Schwarzwaldes und stürzt kaskadenartig über sieben Granitstufen und auf vier Kilometern Länge 163 Meter in die Tiefe. Die Wasserfälle hatten sich ursprünglich in der Umgebung des heutigen Triberger Bahnhofs gebildet. Durch die so genannte „Kesselbergverwerfung“ entstand vor etwa 200 Millionen Jahren die erste Fallstufe des Wasserfalls, die von Granit gebildet wird. Während der Eis- oder Kaltzeiten, die vor rund zwei Millionen Jahren begannen und vor etwa 10.000 Jahren endeten, war der Schwarzwald als eines der wenigen deutschen Mittelgebirge vergletschert. Die Schmelzwassermassen des Gletschereises gruben sich tief in den Untergrund ein. Somit wanderten die Wasserfälle stetig rückwärts bis zu ihrer heutigen Lage.

Heute ist das faszinierende Naturspektakel ganzjährig auf zum Teil gut ausgebauten Wegen begehbar und bietet sowohl im Sommer als auch im Winter einen herrlichen Anblick. In den Abendstunden werden die Wasserfälle sogar beleuchtet, was für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre sorgt.

Als wir in Tiberg ankamen, mussten wir aber leider feststellen, dass sich die Stadt, eine der bekanntesten Tourismusorte im Schwarzwald, doch sehr auf ihren aus der ganzen Welt anreisenden Besucherstrom eingestellt hat, denn der Bereich um den Eingang zu den Wasserfällen erinnerte uns fast an Disneyland. Zahlreiche Geschäfte boten dort und in der Innenstadt den doch zahlreichen Touristen Kuckucksuhren, Schnitzereien, Souvenirs sowie Schwarzwälder Schinken und Kirschwasser an. Zum großen Teil waren das zwar handwerklich hergestellte Qualitätsprodukte, aber auch die Plastik- Kuckucksuhren „made in Taiwan“ durften dort nicht fehlen. Eine wirklich sehr kitschige und fast schon lächerlich wirkende Aufmachung, von der wir uns aber nicht abschrecken ließen.

Über den Haupteingang des Wasserfallgebietes gelangten wir auf den „Kaskadenweg“, einem der drei gut ausgeschilderten Besichtigungstouren durch dichten Fichtenwald, bis hin zu den einzelnen Kaskaden der Triberger Wasserfälle. An diesem Wander- und Spazierweg waren auch immer einmal wieder natur- und regionalkundliche Hinweistafeln mit interessanten Informationen über Triberg und die Wasserfälle angebracht und an lohnenswerten Aussichtspunkten gab es Plattformen, von denen wir einen herrlichen Blick auf die tosende Gutach hatten. Wir überquerten dabei auch auf stabilen Holzbrücken mehrmals die Wasserfälle und wurden währenddessen von lustigen und zum Teil auch sehr zutraulichen Eichhörnchen und anderen Waldbewohnern wie z.B. Eichelhäher und Buchfinken begleitet.

Bei der obersten Kaskade angekommen, wurden wir aber dann plötzlich von einem schweren Unwetter mit Gewitter und Regenschauer überrascht. Innerhalb kürzester Zeit wurde es dabei schlagartig richtig dunkel und es goß wie aus Kübeln. Uns blieb gar nichts anderes übrig, als so schnell wie möglich wieder etwas bergab zu einem Unterstand an der Bergseebrücke zu laufen und dort zu warten, bis der Regen wieder etwas nachließ. Doch es wollte und wollte zunächst nicht besser werden und wir wurden trotz des Daches über dem Kopf ziemlich feucht, da zum einen das Wasser auf dem Boden in den Unterstand hineinfloss und zum anderen auch durch den Wind über die offenen Ausblicksfenster hineingeweht wurde. Als das Gewitter und der gröbste Regen dann doch vorüber waren, wollten wir nicht mehr länger in der ungemütlichen Umgebung warten und machten uns klitschnass auf dem Weg zum Auto und dann direkt zu unserer Pension in das noch rund 1 ¼ Stunden entfernte Grafenhausen. 

 

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