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Grundriss Burg Arnstein

Am nächsten Morgen machten wir uns trotz immer noch verdächtig  grauer Wolken auf zur Burgruine Arnstein. Die Ruine steht auf einer hohen Erhebung zwischen den Orten Sylda und Harkerode südlich von Aschersleben und nordwestlich von Hettstedt.

Sie ist eine der größten mittelalterlichen Burganlagen im Harz. Die Gründungsgeschichte der Burg liegt weitestgehend im Dunkeln, da aber in den Quellen seit 1135 die Bezeichnung "Herren von Arnstein" erscheint, kann angenommen werden, dass um 1130 von Walther II. mit dem Bau der Burg begonnen wurde.  Ab 1294 erlebte die Burg eine wechselvolle Geschichte, geprägt durch zahlreiche Besitzerwechsel. Sie wurde dann im Bauernkrieg zum Teil zerstört, ab 1530 aber wieder aufgebaut. Nach dem Aussterben der Arnsteiner Linie Mansfeld-Vorderort-Arnstein 1615 setzte der endgültige Verfall der Burg ein. Die neuen Besitzer, die „Herren von Knigge“, nahmen Sicherungsmaßnahmen vor und begannen mit der touristischen Erschließung, die bis 1930 fortgeführt wurden. Die Familie von Knigge wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone enteignet und ihr Besitz in Volkseigentum überführt. Danach war die Burg wieder dem Verfall preisgegeben. Seit 1992 nimmt sich jetzt der örtliche Heimatverein der Sicherung und Erhaltung der Ruine an.

Heute ist die imposante Ruinenanlage ein attraktives Ausflugsziel. Das Hauptgebäude ist teilweise saniert und konnte von uns über einen Turm mit restaurierter Wendeltreppe auf mehreren Etagen betreten werden. Von dort aus hatten wir einen sehr schönen Ausblick auf das gesamte Umland. Auch die Kellergewölbe unter der Burg waren für uns zugänglich. Weitere Ruinen sind über das Bergplateau verteilt, darunter Reste von Wirtschafts- und Wohngebäuden, der ehemaligen Kapelle und anderen, nicht mehr eindeutig bestimmbaren Bauwerken. All diese Mauern vermitteln aber noch heute einen Eindruck von den einstigen Ausmaßen der Burg.

Unser zweites Ziel an diesem Tag war der Zoo in Aschersleben.  Mit dem Motto „... einfach mal hintigern“ lädt der Ascherslebener Zoo zu einem Besuch in den hügeligen Waldpark ein. Das Gelände des Zoos umfasst ca. 10 Hektar und umschließt auch die letzten Überreste der Burg Aschersleben, die nunmehr umzäunt als Gehege für die im Zoo gehaltenen Uhus dienen. Der Zoo ist mit ca. 500 Tieren aus etwa 120 Arten besetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt  in der Haltung von Affen und Katzenartigen…. 

Einen ausführlichen Bericht und jede Menge Bilder dazu, findet ihr unter dem Zoo Aschersleben

in der Rubrik Tierbilder.

Als nächstes Ausflugsziel stand ein Bismarckturm auf unserem Plan. Dieser aus Harzer Kalksteinen und Granit bestehende Bismarckturm ist etwa 11 Meter hoch und wurde im Jahre 1931 fertiggestellt. In den Jahren 1994/95 wurde er saniert und 1995 wiedereröffnet. Die Aussichtsplattform ist seit der Wiedereröffnung über eine Innentreppe mit 57 Stufen erreichbar. 

Der Turm liegt am Rande des Ballenstedter Ortsteils Opperode und befindet sich auf einer kleinen Anhöhe wenige hundert Meter außerhalb des Ortes versteckt in einem Waldstück. Von oben hat man einen schönen Ausblick auf das umgebende Harzvorland. Bei schönem Wetter kann man sogar bis hinüber nach Meisdorf, den Gegensteinen und Quedlinburg sehen.
Den Schlüssel zur Turmbesteigung erhält man in der Tourist-Information in Ballenstedt. Doch wir hatten Pech, denn wir kamen außerhalb der Öffnungszeiten an und konnten somit den Turm nur von außen besichtigen.

Trotzdem haben wir ein paar Fotos gemacht, die wir euch gerne in der Rubrik Reisen und Ausflüge unter Türme und Denkmäler zeigen möchten.

Unser letztes Ziel für diesen Tag waren die Gegensteine bei Ballenstedt. Die Gegensteine sind zwei markante Sandsteinfelsen und befinden sich etwa zwei Kilometer nördlich der Stadt Ballenstedt. Sie stellen die östlichsten oberirdischen Ausläufer der Teufelsmauer dar und liegen in einem Naturschutzgebiet.

Über die Teufelsmauer gibt es eine Sage: Vor Urzeiten, als Gott und Teufel die Erde unter sich aufteilten, wurde zwischen beiden vereinbart, dass dem Teufel all das Land gehören sollte, welches er in einer Nacht bis zum ersten Hahnenschrei mit einer Mauer umbauen konnte. In jener Nacht, als der Teufel sein Bauwerk begann, war nun aber eine alte Frau unterwegs, die auf dem Markt einen Hahn verkaufen wollte. In der Dunkelheit stolperte sie, und der Hahn erschrak sich dabei und begann zu krähen. Der Teufel hörte dies und dachte, dass seine Zeit schon um sei und riss vor lauter Wut die Teufelsmauer wieder ein. Die Reste sind bis auf den heutigen Tag stehengeblieben.

Über eine Straße sind die Gegensteine bequem mit dem Auto zu erreichen. Vom Parkplatz sind es nur wenige Minuten Fußweg bis zu den Felsen. Auf dem höher gelegenen Gegenstein gibt es eine Aussichtsplattform. Von dieser hatten wir einen schönen Blick auf das nördliche Harzvorland bis hin zum Brocken sowie auf die Stadt Ballenstedt.  Das Gebiet rund um die Gegensteine ist an sich sehr idyllisch und es gibt einen schönen Wanderpfad. Leider wird aber die Ruhe durch eine nahegelegene Schießsportanlage und an manchen Tagen sicherlich auch durch das sich ebenfalls dort befindende Motorsportgelände gestört…

 

 

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