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Archäologische Zone Praetorium

Danach besuchten wir das ehemalige Praetorium unter dem heutigen Kölner Rathaus. Das Praetorium war fast vier Jahrhunderte lang der Sitz des Statthalters in der Hauptstadt der römischen Provinz Nieder-Germanien ("Germania Inferior") bzw. später Germania Secunda sowie damals höchstes Steinhaus nördlich der Alpen und größtes und bedeutendstes Gebäude entlang des Rheins. Es war die zivile und militärische Verwaltungszentrale der Provinz. Die Statthalter waren die Verantwortlichen für die zivile Verwaltung (Kaiserkult, Polizeigewalt, oberste richterlicher Gewalt) und zugleich in direkter Vertretung des Kaisers Oberbefehlshaber der in der Provinz stationierten Legionen.

Das prächtige Gebäude wurde ab dem 1. Jhdt. n. Chr. in vier Stufen erbaut und erweitert. Mit der 180m langen Front zum Rhein hatte es auch einen repräsentativen Charakter und sollte die Macht des Imperiums dokumentieren. Die Bezeichnung "Praetorium" ist durch einen aufgefundenen und ausgestellten Weihestein belegt. Nach Abzug der Römer diente der Palast bis in das 7. Jahrhundert den merowingischen Königen als Residenz.

Beim Bau des neuen Rathauses 1953 wurde der Bezirk des Praetoriums weitgehend ausgegraben und archäologisch untersucht. Die steinernen Überreste der verschiedenen Bauphasen wurden konserviert und können heute unter dem so genannten „Spanischen Bau“ des Rathauses besichtigt werden. Besichtigen kann man außerdem einen begehbaren Teilabschnitt des römischen Abwasserkanals, einen Raum mit Ziegeln und Weihesteinen, römisches  Kunstgewerbe aus Glas und Keramik sowie erläuternde Bildtafeln.

Leider können wir euch die dort entstandenen Bilder nicht zeigen, da die Mitarbeiter der Stadt Köln auf unser mehrfachiges Anfragen, zur Genehmigung der Fotos, einfach nicht geantwortet haben. Schade!

Nachdem wir uns die römische Geschichte im Museum angesehen hatten, wollten wir uns noch weitere geschichtlich interessante Mauerreste in der Stadt ansehen und so machten wir uns auf den Weg, einige Teile der ehemaligen Stadtmauer anzuschauen.

Die Stadtmauer von Köln war eine in mehreren Bauphasen über Jahrhunderte errichtete Befestigung. Die erste aus schriftlicher Überlieferung bekannte stammte aus der Römerzeit, nachdem die Stadt zur „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ (CCAA) ernannt wurde. Die bekannte römische Steinmauer wurde zwischen dem späten 1. und 3. Jahrhundert errichtet. Weitere Bauphasen einer neuen Befestigungslinie fielen ins Mittelalter. Der letzte Ausbau der Stadtbefestigung fand in der Preußenzeit statt kurz bevor sie, 1881 beginnend, niedergelegt wurde.

Köln war nach Vollendung der gewaltigen Befestigungsanlage die mächtigste Festungsstadt nördlich der Alpen. Die Mauer hatte eine Gesamtlänge von ca. 9 km mit 12 Torburgen und 52 Wehrtürmen. Dazu kam die rheinseitige Stadtmauer mit mehr als zwanzig in die Mauer und zum Teil in deren Türme integrierten Toren und kleineren Pforten, die nicht als Torburgen, wie auf der Landseite, ausgelegt waren.

Heute sind von den 12 großen Toren nur noch die nördliche Eigelsteintorburg, die westliche Hahnentorburg, die Ulrepforte samt der Stadtmauer am Sachsenring und die südliche Severinstorburg erhalten geblieben. Weitere erhaltene Teilstücke sind die Bottmühle, der Bayenturm (nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut), die Stadtmauer am Hansaring und das „Thürmchen“, der sogenannte „Weckschnapp“.

 

 

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