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Jardin de AclimataciĆ³n de la Orotava

Im Juni 2013 waren wir während unseres Urlaubes auf der spanischen Insel Teneriffa im  Botanischen Garten „Jardin de Aclimatación de la Orotava“ in Puerto de la Cruz zu Besuch.

Ursprünglich wurde der „Jardín Botánico de la Orotava“ 1788 auf Order des Königs Carl III. von Spanien angelegt, um die von seinen Pflanzenjägern in den spanischen Kolonien der Neuen Welt gesammelten exotischen Gewächse an das Klima in den königlichen Gärten von Spanien zu gewöhnen.

 

Zwar starb Carl III. wenige Monate nach seinem Befehl, doch auch sein Nachfolger Carl IV. war dem Projekt gewogen. 1790 begannen die Arbeiten zu der nach Entwurfsplänen des Architekten Diego Nicholas Eduardo streng geometrisch geformten Anlage.

 

1792 wurden die ersten Pflanzungen sowie Aussaaten vorgenommen. Die geplante Akklimatisierung gelang zwar auf Teneriffa, jedoch nicht auf dem Festland, denn das Klima im Landesinneren Spaniens war doch zu verschieden von dem Teneriffas.

 

Nach dem Tod von Alonso de Nava y Grimón 1832, der das Projekt als erstes angeregt hatte,  wechselten die Zuständigkeiten für den Garten häufig, der Garten blieb zwar bestehen, verfiel aber immer mehr.

 

Von 1860 bis 1893 übernahm der Schweizer Hermann Wildpret (auf Teneriffa fälschlich oft „Professore German Wildpret“ genannt) die Position des Obergärtners im „Botánico“. Unter seiner Leitung erlebte der Garten eine Wende: Die Pflanzenvielfalt wurde stark erweitert. Unter Wildpret, der auch die endemische Flora Teneriffas erforschte, sowie Sortenzüchtung und einen regen Pflanzenhandel nach und von Europa betrieb, erlangt der „Botánico“ Weltruf.

 

Nach der Ära Wildpret verfiel der Garten aus Mangel an Pflege und gärtnerischem Sachverstand wieder zusehends.

 

1943 besichtigte der schwedische Botaniker Sventenius den Garten. Er befasste sich in der Folge über zwanzig Jahre lang als Leiter wissenschaftlich mit dem Pflanzenbestand, plante zunächst sogar eine Erweiterung und erwarb auch schon ein Grundstück dafür. Das Projekt scheiterte jedoch und er legte daraufhin einen Botanischen Garten auf Gran Canaria an.

 

Nun ist der Garten seit 1983 der Abteilung für Landwirtschaftliche Forschung und Technik des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Regierung der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln zugeordnet.

 

In jüngerer Zeit wurden wieder Anstrengungen unternommen, den „Botánico“ zu renovieren und zu verschönern. Geplant war, den Garten auf 55.000 m² zu vergrößern und mit weiteren Attraktionen sowie allen baulichen Einrichtungen eines international bedeutenden Botanischen Gartens zu komplettieren, insbesondere auch für pädagogische Zwecke.

 

Weiterhin besteht jedoch bis heute das unwidersprochene Hauptmanko, das den Garten seit seiner Entstehung fast durchgängig begleitet hat: die häufig wechselnde Zuständigkeit und das Fehlen einer dauerhaften Leitung.

 

Dennoch gilt der „Botánico“ auch heute als einer der schönsten Botanischen Gärten und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Teneriffas.

 

Die Besonderheit des „Botánico“ liegt darin, dass die unterschiedlichsten Pflanzen aus allen Teilen der Welt hier dank der besonderen klimatischen und orographischen Bedingungen nebeneinander wachsen können. Über 5.000 Pflanzenarten, 120 Baumarten und eine Sammlung von über 50.000 Gewächsen aus fünf Kontinenten finden hier Platz und Lebensraum. Vorherrschend sind Palmen, Bromeliaceae, Araceae und Moraceae. In Reiseführern oft angepriesen werden auch die Würgefeige, der Leberwurstbaum, die Kanarische Kiefer oder die Kermesbeere.

 

Der heutige Botanische Garten nimmt am internationalen Austausch von Pflanzenmaterial und diversen Forschungs- und Artenschutzprogrammen teil und unterhält ein Herbarium mit fast 40.000 Belegen (dessen Grundstock das von Erich Sventenius angelegte Herbarium legte).

 

Eine Außenstelle des Botanischen Gartens ist die „Hijuela del Botánico“ in La Orotava, mit alten Drachenbäumen, Strelitzien, Lilien, Bananenstauden und anderen subtropischen Gewächsen.

 

Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung des Jardin de Aclimatación de la Orotava.

 


Private Homepage | Kontakt: thomasundstefanie(at)mit-kamera-unterwegs.de