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In den Mangoven - Isla Margarita

Am 09.05.1995 ging es mit dem Flieger zunächst nach Porlamar auf der Isla Margarita, einer der Küste Venezuelas vorgelagerten Insel, und dort in das Hotel Festival Bahia, in dem zunächst ein paar Tage Aufenthalt eingeplant waren, bevor es weiter aufs Festland gehen sollte.

Laut Prospekt sollte die Isla Margarita eine Perle der Karibik sein. Weit gefehlt! Sicher hat sie ein paar wirklich schöne Flecken, aber im Großen und Ganzen ist sie wenig ansehnlich, oder was soll man davon halten, wenn die Bewohner ihren Müll überall ablagern? Also haben wir uns auf die schönen Flecken konzentriert, wie zum Beispiel einen der schönsten Strände: Caribe. Schattenspendende Palmen, herrlich feiner Sand: das ist Karibik pur. Ein zusätzliches Erlebnis war auch die Taxifahrt hin und zurück, vor allem für mich als Fan amerikanischer Straßenkreuzer. Die meisten Taxis der Insel sind PS- und Hubraumstrotzende Ami-Schlitten, auf Hochglanz poliert! Da zum Zeitpunkt der Reise ein Liter Sprit dort umgerechnet nur ca. 8 Pfennig kostete, war das mit dem Spritverbrauch ja auch kein Thema.

Ein weiterer Tagesausflug bestand aus einer Jeep-Safari kreuz und quer über die Insel. Sie wurde als turbulent angepriesen und wir wurden nicht enttäuscht! Quer über mehr oder weniger (oder auch gar nicht vorhandene…) Wege ging es abseits der Ortschaften die Küste entlang zu einer Bootsfahrt in die Mangrovensümpfe, die auch ein noch nie da gewesenes Erlebnis für mich darstellten. Bis in die kleinsten Kanäle führte uns unser „Kapitän“. Danach ging es weiter mit den Jeeps zu einem einsamen Strand an der westlichen Spitze der Halbinsel Macanao. Auf dem Weg dorthin meinte es unser Fahrer jedoch etwas zu gut. Bei dem Versuch, eine besonders steile Düne zu erklimmen, „killte“ er den Motor seines Jeeps. Wir mussten uns also auf die anderen Fahrzeuge aufteilen und weiter ging’s. Bevor wir dann wieder zum Hotel zurück fuhren, machten wir gegen Abend noch einen kleinen Zwischenstopp auf einem Berg, mit einem wunderschönen Ausblick auf die Hauptstadt der Insel, Porlamar, und die Küste. Diese Tour war auf jeden Fall ein aufregendes Erlebnis, auch dank der Fahrer, die mit ihren Späßen und ihrer lockeren Art viel dazu beigetragen haben.

Schon am nächsten Tag stand dann der Beginn der Rundreise auf dem Festland an. Nach einer 4 ½ stündigen Verspätung (!) folgte dann ein ¼ stündiger (!) Flug nach Puerto La Cruz. Angekommen im Hotel Rasil wurde unseren knurrenden Mägen mitgeteilt: „die Küche ist für heute geschlossen!“ Na super! Also die Umgebung nach etwas Essbarem abgegrast. Doch Fehlanzeige, denn alle Restaurants und Imbisse hatten geschlossen. Da hieß es dann hungern bis zum Frühstück, das uns aber mit seiner Reichhaltigkeit und Qualität wenigstens etwas entschädigte.

Am nächsten Morgen ging es dann die Küste entlang durch den Mochima Nationalpark in Richtung Cumana. Unterwegs besichtigten wir die Höhle „Cueva del Cuácharo“, die von Alexander von Humboldt erforscht wurde. In ihr leben die so genannten Fettvögel. Sie sind nachtaktiv und fliegen auf der Suche nach ihrer einzigen Nahrungsquelle, einer bestimmten Frucht, bis nach Brasilien. Da sie sehr lichtempfindlich sind, war unsere Lichtquelle eine einzige Petroleumlampe, die der Führer bei sich trug. Zu sehen bekamen wir die Vögel nicht, dafür umso lauter zu hören. Das war schon recht gruselig. Vor allem, wenn man zum einen sah, was auf dem Boden so alles kreuchte und fleuchte (Käfer, große Spinnen etc.) und zum anderen ständig etwas von oben tropfte, von dem man nicht wusste, ob es wirklich nur Wasser war…. Ein weiterer Zwischenstopp führte uns mit einem kleinen Fußmarsch durch tropische Vegetation zu einem entlegenen Wasserfall, bevor wir am Abend geschafft, aber zufrieden, in unserer Unterkunft ankamen.

Unterwegs zum Morichal-Fluss boten sich am Morgen immer wieder Blicke auf die wundervolle Landschaft Venezuelas. Am Fluss angekommen ging es dann mit einem Motorboot an dichten Wäldern vorbei in die noch relativ unberührte Natur. Am Ufer standen immer wieder Pfahlbauten der Ureinwohner, die kaum mehr als aus einem Gerüst mit Dach bestanden. Unterwegs machten wir noch einen Stopp, bei dem sich angeblich wunderbar Piranhas angeln ließen. War aber nichts, denn wir bekamen keinen einzigen zu Gesicht. Dafür flatterten um uns immer wieder wunderschöne, strahlend blaue Schmetterlinge herum. Wieder am Ausgangspunkt angekommen, ging es mit dem Kleinbus weiter, unter anderem auch mit Hilfe einer Fähre, über einen 8km breiten Fluss. Ob die Fähre in Deutschland auch abgefahren wäre, wenn, wie dort, der Bus mit dem Hinterrad auf der Luke stand und diese daher offen blieb, wage ich zu bezweifeln…

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